KBEHV 2012/2013

Am letzten Samstag wurden die ersten Paarungen für den nächsten Kantonalcup augelost. Der Gegner von Lyss II wird der HC Crémines sein. Lyss III trifft auf den EHC Mirchel.

 

KBEHV 1/2 Final: SC Lyss II – SC Langenthal II 2-8 (0-6,1-2,1-0)

14 Spiele, 14 Siege, 113:34 Tore – dies die eindrückliche Bilanz des heutigen Gegners des SC Lyss II. Von Anfang an war klar, dass die Seeländer als Underdog in diese Partie gehen. Doch das Heimteam schien bereits beim Einlaufen verunsichert und unkonzentriert. Viele Pässe kamen nicht an und es lief wenig rund.

Die Lysser legten in der Folge gleich einen klassischen Fehlstart hin und mussten bereits nach 56 Sekunden den ersten Treffer hinnehmen. Die Langenthaler spielten von Beginn an konzentriert und schnell. Bald einmal war klar, dass die anderen Teams in der Langenthaler Gruppe wohl nicht so schlecht sind, sondern Langenthal tatsächlich einfach stärker.

Nach nicht einmal 5 Minuten lagen die Lysser bereits mit 3 Toren hinten. Weder Timeout noch Torhüterwechsel nach dem 0-4 wendeten das Spiel in andere Bahnen. Das erste Drittel endete kompromisslos 0-6 und mit einem vom ausgewechselten Goali zerschlagenen Stock.

Der zweite Spielabschnitt startete gehässig. Die Gastgeber zeigten sich nicht gerade von ihrer besten Seite und provozierten den einen oder anderen Spieler der Langenthaler – insbesondere nach einigen fragwürdigen Checks. Eine Matchstrafe sowie eine 10 Minutenstrafe untermauern die Gehässigkeiten in diesem Drittel. Dennoch wurde auch wieder Eishockey gespielt, wobei Langenthal nun eindeutig einen Gang zurück schaltete. Dies eröffnete den Lyssern nach dem zwischenzeitlichen 0-7 doch auch sporadisch Chancen, sodass doch noch ein Ehrentreffer gelang.

Für das letzte Drittel hütete wieder der zu Beginn eingesetzte Torhüter den Kasten. Die Lysser wollten zumindest die letzten 20 Minuten für sich entscheiden. Da Langenthal erneut einen Gang zurückschaltete und eigentlich nur noch das Resultat verwaltete (nein, wir verweisen für einmal nicht auf einen bekannten Berner Stadtclub), gestaltete sich das Spiel nun ausgeglichener. Mit dem zweiten Treffer kurz vor Ende der Partie gelang den Seeländern mit dem Drittelgewinn doch noch der erwünschte Teilerfolg.

Unter dem Strich war es eine Erfahrung, die in etwa mit den Aufstiegsspielen der letzten Saison gleichzusetzen war. Der SC Langenthal war schlicht die bessere Mannschaft, ohne wenn und aber.

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Spiel 14: EHC Bellmund – SC Lyss II 2-3 nV (0-1,1-1,1-0,0-1)

Auswärtsspiele in einem richtigen NLA Stadion sind immer etwas besonderes. Da wird einem der hohe Standard in Punkto Infrastruktur, Sanitäre Einrichtungen, Garderoben usw. immer wieder vor Augen geführt. Nun, die Realität sieht jedoch etwas anders aus. Im heutigen Spiel in Biel präsentierte sich die Halle erneut nicht im besten Bild. Die Dusche lief bereits beim Eintreffen der Spieler und liess sich nicht mehr abstellen. dafür war das Duschen nach dem Match bei eiskaltem Wasser eine Erfahrung der anderen Art. Dass die Sirene der Matchuhr nicht mehr ging, fiel von daher nicht einmal mehr ins Gewicht.

Das Einlaufen der Lysser Mannschaft fand in gelöster Atmosphäre statt. Obwohl die Coaches dem Team weismachen wollten, es ginge noch um Rang 2, war dieser nach der gestrigen Niederlage von Grächwil bereits im Trockenen. Anders war die Ausgangslage für die Bellmunder, welche um den Ligaerhalt kämpften.

Wegen zu wenig Eiszeit konnte sich heute keiner der Lysser beklagen, ausser vielleicht die beiden Goalis, welche je zur Hälfte zum Einsatz kamen. Wir nehmen es vorweg, beide Lysser Schlussmänner spielten eine starke Partie, mussten aber dennoch je ein Tor in Kauf nehmen.

In Punkto Feldspieler lief das Team mit gerade mal 2 Linien auf. Obwohl die Mannschaft beherzt kämpfte, war das Tempo im Spiel von daher weniger hoch als in den letzten Partien. Dafür war die Partie entgegen diversen Hetztiraden im Vorfeld erstaunlich fair (sogar die Fans blieben verhältnismässig ruhig). Sehr viel zum eigentlichen Match gibt es nicht zu sagen, von daher beschränken wir uns auf die Tore. Das 0-1 für die Lysser war ein richtiger Knorz. Ein Abpraller vor dem Tor konnte im zweiten oder dritten Anlauf doch noch über die Linie bugsiert werden. Dennoch blieb es spannend, denn das Heimteam konnte eine 3 gegen 2 Situation mit einem platzierten Schuss zum 1-1 nutzen.

Die erneute Führung der Gäste war sehr umstritten. In der Mittelzone versuchen zwei Lysser und ein Bellmunder die freie Scheibe zu erlaufen. Der eine Lysser Stürmer will dem zweiten den “Vortritt” lassen, bremst deshalb ein wenig ab und blockiert dadurch gegnerischen Verteidiger. Die Bellmunder taxierten dies deshalb als Interference. Die daraus resultierende 1 gegen 0 Situation wurde gekonnt verwertet.

Im letzten Spielabschnitt konnte das Heimteam in Überzahl spielen. Das Powerplay lief gut und ein freier Stürmer konnte mustergültig vor dem Tor angespielt werden. Das Einschiessen in das halb offene Tor war nur noch Formsache. Die Verlängerung musste deshalb die Entscheidung bringen. In dieser liessen die Gäste nichts anbrennen. Bereits im ersten Einsatz machten die Lysser nach gerade mal 20 Sekunden den Sack zu und sicherten sich den Extra Punkt.

Schlussendlich hat sicher die glücklichere Mannschaft die Partie gewonnen. Die Gäste beenden damit die Saison so, wie sie begonnen wurde – nämlich mit Punkteverlusten. Nach 14 Spielen weisen die Seeländer 30 Punkte (9 mehr als letzte Saison) und können auf eine gute Saison mit dem verdienten zweiten Schlussrang blicken. Auffallend im Vergleich zur Vorsaison ist das Torverhältnis mit 57-33 gegenüber 65-61. Das Team hat damit beinahe halb so viele Tore erhalten.

Dennoch ist die Saison noch nicht ganz zu Ende, da bereits diesen Mittwoch das Cup Halbfinalspiel gegen Langethal auf dem Programm steht.

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Aktualisierung Trainingsplan

Die aktualisierte Version des Trainingplans (Februar 2012) ist nun online (Rubrik Termine / Training).

 

Spiel 13: SC Lyss II – EHC Meinisberg 0-4 (0-1,0-0,0-3)

Die Ausgangslage für das heutige Spiel war erneut klar. Lyss musste gewinnen, um sich realistische Chancen auf die Aufstiegsspiele zu wahren. Das selbe galt für Meinisberg.

Obwohl das Team bereits motiviert genug war, gelang es dem Coach-Gespann mit ihrer Ansprache die Spieler noch mehr aufzuheizen. Dies war auch dringend nötig, denn draussen herrschte klirrende Kälte und das Einlaufen stand auf dem Programm. Obwohl Eishockey-Spieler grundsätzlich hart im nehmen sind, hatte es doch einige Spieler mit Jacke und Handschuhen.

In der vergleichsweise warmen Eishalle ging es vor rund 70 Zuschauern pünktlich los. Trotz der immensen Wichtigkeit der Partie (oder gerade deswegen), war das Geschehen in den ersten Minute eher zaghaft. Experten würden evt. von einem Abtasten sprechen.

Dennoch gelang es den Lyssern in der Anfangsphase Druck auszuüben und so Strafen heraus zu holen. Alle drei Powerplays im ersten Drittel verstrichen jedoch ungenutzt, zumal Meinisberg in der Defensive sehr gut stand. Als für einmal eine Strafe gegen Lyss angezeigt war, konnten die Gäste mit 6 gegen 5 aufspielen. Den Seeländern gelang es nicht, die Scheibe zu ergattern oder gar aus dem Drittel zu spedieren. Die Gäste liessen die Scheibe gut zirkulieren und schnürten die Lysser regelrecht ein. Es roch immer mehr nach dem Führungstreffer für die Gäste und nach einem Abpraller wurde dieser auch Realität. Zu allem Überdruss viel auch noch ein Center mit Adduktoren bzw. Leistenproblemen aus.

Während Meinisberg im ersten Drittel ein Chancenplus verbuchen konnte, hatten dafür die Lysser im zweiten Abschnitt etwas mehr vom Spiel. Die Chancen zum Ausgleich waren da, insbesondere als sie während 1 Minute und 37 Sekunden mit 5 gegen 3 spielen konnten. Doch das Powerplay lief überhaupt nicht. Im Gegenteil, ein Meinisberger Stürmer kann sich die Scheibe ergattern und alleine auf das Tor ziehen. Nur das Gehäuse rettete die Heimmannschaft vor dem 0-2. Immerhin gelang es aber auch den Gästen nicht, die nun zahlreicher auftretenden Lysser Strafen auszunützen.

Die Aufgabe für das letzte Drittel war nun klar. Die Scheibe musste endlich ins Tor. Doch das Heimteam überzeugte im letzten Drittel nicht sonderlich. Der Einsatz stimmte zwar bei jedem Spieler, aber die Chancen wurden weniger. Zudem fehlte auch das letzte Quäntchen Glück. Mit dem nicht ganz “zwingenden” 0-2 in der 50 Minute wurde die Aufgabe für die Seeländer nicht einfacher. Und mit dem dritten Treffer nach nicht ganz einer Minute schien die Situation schier aussichtslos.

Die Banden-Generäle sahen es aber anders. Torhüterwechsel, Timeout und auf zwei Linien umstellen war die Devise. Mit dem Mut der Verzweiflung wurde in der 57 Minute gar noch der Goali durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Das Wagnis dauerte jedoch nur wenige Sekunden. Die Gäste entscheiden das Bully für sich und der “Befreiungsschlag” landet im Netz der Lysser.

Somit konnten sich die Gäste erfolgreich für das 1-5 im Hinspiel revanchieren. Der Sieg ist sicherlich verdient, aber doch etwas zu hoch ausgefallen. Obwohl rein rechnerisch noch eine minimale Chance für die Aufstiegsspiele vorhanden ist (Meinisberg ist im Teletext noch nicht grün gefärbt), muss man realistisch sein. Aus eigener Kraft können es die Seeländer jedenfalls nicht mehr schaffen.

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