KBEHV 1/4 Final: SC Lyss II – HC Mühlethurnen 5-2 (1-1,1-0,3-1)

Auch heute hiess es wieder “Verlieren ist keine Option”. Insofern nahmen die Lysser das 1/4 Finalspiel gegen den HC Mühlethurnen mit 4 Sturmlinien in Angriff. Neben den Verletzten fehlte heute auch der Captain des Teams, der gerade die Schweiz gegen feindliche Truppen verteidigt und deshalb keinen Urlaub vom WK gekriegt hat. Somit wurde der Spieler für das Amt verknurrt, der am lautesten “einfach nicht ich” gerufen hat. Spätestens seit der Costa Concordia weiss man ja, wie gefährlich das Amt des Captain sein kann…. So schlimm war es dann aber doch nicht

Die Lysser starteten mit Druck in die Partie und konnten früh eine Strafe herausholen. Diese Überzahlphase konnte dennoch nicht in ein Tor umgemünzt werden. Wie man es richtig macht, zeigten die Gäste. Nach einem Zuspiel in den Slot stand plötzlich ein Mühlethurner alleine vor dem Tor. Dieser konnte sich die Ecke aussuchen (Anm. der Red: rechts oben) und verwertete zur frühen Führung der Gäste.

Unterstützt von den Fans, die heute wieder einmal zahlreich und lautstark anwesend waren, rannten die Seeländer fortan dem Rückstand hinterher. Ein grosses Chancenplus hatte keines der beiden Teams. Der Ausgleich fiel dennoch vor der Pause, nachdem ein Lysser Stürmer wie ein unbändiger Löwe links vorbei lief und in Bedrängnis ein Backhand Geschoss in die Maschen haute. Manch anderer Spieler wäre froh, er hätte Forehand einen solchen Schuss.

Trotzdem waren die Coaches zur ersten Pause nicht ganz zufrieden. Wie so oft wurde gepredigt, die kleinen Dinge wieder richtig zu machen. Dies gelang im zweiten Drittel nur bedingt. Die grosse Chance zur erstmaligen Führung bot sich aber zur Spielhälfte. Gleich zwei Mühlethurner sassen auf der Strafbank. Das Powerplay der Lysser lief sehr rund und als die Scheibe zur blauen Linie kam, fasste sich der Lysser Spieler ein Herz und feuerte einen verdeckten Slapshot ab, welcher den Seeländern das 2-1 bescherte.

Auch im letzten Spielabschnitt war die Partie nach wie vor offen. Doch die 4 Linien schienen sich nun langsam bemerkbar zu machen und das Heimteam drückte vehement. Selbst in Unterzahl spielte sich das Team kurzfristig beinahe in einen Rausch. Das 3-1 in der 45 Minute war verdient und die logische Folge.

Dass es rund 5 Minuten vor Spielende doch noch einmal spannend wurde, lag an einer Strafe nach einem (neutral ausgedrückt) unglücklichen Check gegen den Kopf. Die Schiedsrichter und Zeitnehmer waren sich in der Folge nicht ganz einig. Auf der Matchuhr stand von 5 plus 2 Min, über 5 Min, 7 Min und gar keine Strafe zeitweise so ziemlich alles. Schlussendlich lautete das Verdikt 5 Minuten und Spieldauer (und gemäss Bericht anscheinend doch auch noch eine 2 Min). Ungeachtet der genauen Strafe war eines klar: Die Lysser mussten den Match zu viert fertig spielen. Die Strafe war jedoch erst wenige Sekunden alt und bereits hiess es 3-2.

Die Coaches reagierten mit einem Timeout um wieder Ruhe in das Team zu bringen. Noch einmal wurden alle Kräfte mobilisiert (viele Spieler konnten sich ja genügend ausruhen, weil sie durch die vielen Boxplays gar nicht mehr gross zum Einsatz kamen). Ein Konter der Lysser mit einem sehenswerten Abschluss brachte die Vorentscheidung. Es war ein “typisches” Tor dieses Spielers – er macht dieses oft im Training im Penaltyschiessen.

Die Gäste versuchten in der Folge das unmögliche und nahmen den Goali heraus. Durch aggressives Forechecking konnten die Seeländer jedoch bereits in der Angriffszone die Scheibe erkämpfen und aus spitzem Winkel zum 5-2 Endresultat ins leere Tor einschiessen.

Im Halbfinal treffen die Lysser nun auf den SC Langenthal, welcher Altstadt Bern mit 3-4 bezwungen hat.

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Aktualisierung Trainingsplan

Die aktualisierte bzw. korrigierte Version des Trainingplans (Januar 2012) ist nun online (Rubrik Termine / Training). Die Mittwoch-Trainings von Lyss II + III finden nun wieder statt.

 

Spiel 11: SC Lyss II – EHC Grächwil 4-2 (0-0,2-2,2-0)

Nach der ärgerlichen Niederlage vor einer Woche stand heute Wiedergutmachung auf dem Programm. Dies gestaltete sich angesichts des Gegners Grächwil nicht sehr einfach, denn neben Lyss, Zuchwil und Meinisberg sind sie ebenfalls noch im Rennen um den begehrten ersten Rang. Wie man es macht, zeigte heute Morgen bereits die dritte Mannschaft von Lyss, welche die zweite Mannschaft von Grächwil mit 0-13 vom Platz fegte.

Die Wichtigkeit des heutigen Spiels zeigte sich auch darin, dass gar einige Spieler von Meinisberg dem Spiel beiwohnten und der Präsident des SC Lyss vor dem Spiel in der Garderobe vorbei schaute (an dieser Stelle erneut besten Dank für das Regeln betreffend dem Mittwoch-Training). Dafür fehlte erneut der Fanclub der Lysser. Unbestätigten Gerüchten zu Folge könnte es mit dem Barstreet Festival in Bern zu tun haben.

Das Spiel gestaltete sich im ersten Drittel, wie es sich für einen Spitzenkampf gehörte. Viel Tempo und Intensität und vor allem zwei konzentrierte Teams, welche taktisch clever spielten und sich gegenseitig neutralisierten. So endete das erste Drittel dann auch torlos.

Es dauerte bis zur 25 Minute ehe das erste Tor fiel. Unglücklicherweise (aus Lysser Sicht) auf der falschen Seite. Fortan liefen die Seeländer einem Rückstand nach. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (Scheibe sauber erkämpft und anschliessend kompromislos abgeschlossen) konnten die Gäste erneut den Ein-Tore-Vorsprung wiederherstellen.

Zur Spielhälfte hatte ein Stürmer der Lysser einen Energieanfall und preschte mit viel Tempo ins gegnerische Drittel Richtung Tor. Gerade noch rechtzeitig kann er die Scheibe spielen, während zwei Grächwiler ihn mit einem Open-Ice Hit unsanft zu stoppen suchen (Anm. die beiden Grächwiler lagen anschliessend am Boden). Der lachende Dritte war der aufgerückte zweite Lysser Spieler, der nun völlig unbedrängt die Scheibe im Tor unterbringen konnte.

Kurz nach diesem Tor musste das Heimteam eine kritische Phase überstehen. Nach einem hohen Stock mit Verletzung, durfte ein Spieler vorzeitig unter die Dusche. Mit beherztem Einsatz und Kampf überstanden die Lysser diese 5 Minuten schadlos. Es war kein Vergleich zum Spiel gegen Brandis.

Erneut ging es mit einem Unentschieden in die Pause. Die Situation war den Lyssern bekannt, denn im Hinspiel stand es nach zwei Dritteln ebenfalls unentschieden – jedoch mit dem glücklicheren Ende für Grächwil. Diesen Fehler wollten sich die Seeländer nicht noch einmal erlauben.

Konzentriert starteten sie in das letzte Drittel. Dieser Spielabschnitt ähnelte wieder mehr dem ersten Drittel und es wurde wieder mehr Wert auf die Defensive gelegt. Die Partie wurde jedoch zunehmend ruppiger und härter. So kamen nun auch Fans von kernigen Checks etwas mehr auf ihre Kosten.

In der 50 Minute konnten die Lysser erstmals in Führung gehen. Und sie doppelten in der selben Minute zum 4-2 nach. Grächwil versuchte in der Folge alles, aber die Seeländer standen hinten souverän. Die Gäste mussten sich oft mit Weitschüssen behelfen, welche natürlich kein Problem für den Goali waren. Wie gewohnt strahlte der Schlussmann eine Sicherheit aus, die den Vordermännern das Spiel deutlich erleichterte. Dennoch meinte der selbstkritische Goali in einem Interview nach dem Match, dass er die zwei Tore auf seine Kappe nehmen müsse und dass er unkonstant gespielt habe. In der Tat sehr selbstkritische Worte.

Mit einer Strafe kurz vor Ende des Spiels beraubten sich die Gäste gleich selbst der Chance, das Spiel doch noch zu wenden.

Dank diesem wichtigen Sieg sind die Lysser nun nach wie vor gut im Rennen. Bereits nächst Woche steht mit Zuchwil jedoch bereits der nächste harte Brocken auf dem Programm. Zuvor geht es aber am Mittwoch im Kantonalcup um das Erreichen des Halbfinals.

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Spiel 10: SC Lyss II – EHC Brandis 3-5 (0-1,1-1,2-3)

Jede Serie hat nun einmal ein Ende und so mussten sich heute auch die Lysser nach 6 Siegen in Serie wieder einmal geschlagen geben. Das ganze Spiel startete unter dem Moto Pleiten, Pech und Pannen. Das Online Spielerfassungssystem ging nicht, der zweite Schiedsrichter war krank und anscheinend war der offizielle Spielbeginn auch noch 10 Minuten später als kommuniziert. Und zu guter letzt hatte man heute das Gefühl, es sei ein Geisterspiel, da der Fanclub ebenfalls mit Abwesenheit glänzte.

Doch die Spieler sind natürlich Profi genug und blenden solche Sachen aus – sollte man zumindest meinen. Doch die Gastgeber starteten schlecht in die Partie und nahmen das Spiel relativ locker und leger. Die Laufbereitschaft war schlecht und die Lysser entgegneten der Partie nicht die notwendige Ernsthaftigkeit. Das ganze gipfelte in der 10ten Minute mit dem verdienten Führungstreffer der Gäste. Während ein Stürmer der Seeländer schulbubenmässig ausgenommen wurde, durften die beiden Verteidiger auch nur noch zuschauen, wie die Scheibe ins Tor rutschte. Obwohl das Tor aus Sicht des Goalis eher unglücklich war, können sich die Lysser beim Torhüter bedanken, dass es erst 0-1 stand. Brandis war in der Anfangsphase die klar gefährlichere Mannschaft.

Der Coach reagierte und nahm bereits früh sein Time-Out. Am Spielgeschehen änderte dies nur wenig. Die Gastgeber schienen sich zwar langsam zu fangen, aber nennenswerte oder gar zählbare Chancen waren Fehlanzeige.

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Für das zweite Drittel gab es deshalb einige Umstellungen. Nach wie vor taten sich die Lysser aber sehr schwer und fanden nicht so recht ins Spiel. Als gar das 0-2 fiel, setzte der Coach deshalb wieder ein Zeichen und wechselte den Torhüter. An Arbeit sollte es ihm in der Folge nicht fehlen, doch auch er hielt mit seinen Paraden das Team weiterhin im Spiel.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang den Seeländern der langersehnte erste Treffer. Es war ein Tor der Marke Brechstange, bzw. der Nachschuss landete in den Maschen.

Während die Lysser im letzten Drittel viel Strafen schadlos überstanden hatten, musste der Goali 8 Minuten vor Schluss dennoch hinter sich greifen. Ein präziser, harter Slapshot fand seinen Weg ins obere Eck. Der Coach reagierte sofort und stellte auf 2 Linien um – jedoch mit mässigem Erfolg. Denn es lief den Lyssern heute einfach nicht (über den zerbrochenen Stock vom Goali sprechen wir gar nicht erst) und es passte zum Spiel, dass kurz nach dem 1-3 ein Eigentor zur vermeintlichen Vorentscheidung führte.

Doch nun überstürzten sich die Ereignisse. Ein Ablenker brachte die Gastgeber wieder heran. Also tat man, was man in dieser Situation kurz vor Schluss immer tut: man ersetzt den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Dies ging so weit ganz gut und die Lysser erzielten 33 Sekunden vor Schluss tatsächlich noch das 3-4. Es war klar, dass der Torhüter weiterhin draussen blieb, doch wie so oft ging die Rechnung am Ende dennoch nicht auf. Das 3-5 besiegelte die endgültige Entscheidung.

Die Gäste lebten vor allem von zwei Spielern. Wer etwas recherchiert wird schnell feststellen, dass diese beiden NLA bzw. NLB Erfahrung aufweisen. Dennoch, der Sieg von Brandis war verdient und bescherte dem zweiten, abwesenden Coach ein nicht sonderlich schöne Geburtstagsüberraschung. Im Gegenzug werden die Spieler von Lyss im nächsten Training dafür ein Geschenk in Form eines Linienlaufes erhalten…

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